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Tutorial: IPv6 konfigurieren (Ubuntu/Debian)

Kategorien:
Netzwerk
Datum:
25.04.2017
Autor:
farnoX-Team

Einleitung

Bereits seit Jahren ist klar, dass der verfügbare IPv4-Adressraum dem Wachstum des Internets nicht gewachsen ist. Seit 2012 weist die RIPE IPv4-Netze aus dem letzten verfügbaren /8-Subnetz zu. Es wird keine weiteren Netzbereiche geben.

Mit IPv6 steht ein Nachfolger zur Verfügung, der das Problem der Adressknappheit dauerhaft löst. Es stehen insgesamt 2^128 IPv6-Adressen zur Verfügung (IPv4: 2^32 Adressen).

Wir unterstützen IPv6 nativ und weisen jedem CloudServer automatisch ein /64-Subnetz (18,446,744,073,709,551,616 Adressen) zu. Dieses Netz muss noch manuell im Betriebssystem konfiguriert werden.

In diesem Beispiel wurde dem CloudServer das Netz 2001:db8:0:4::/64 (Gateway: 2a05:bec0:20::1) zugewiesen. Die erste verfügbare Adresse lautet 2001:db8:0:4::2. Diese Informationen findet man im Servermanager.

1. Schritt: Netzwerk konfigurieren

Wir öffnen die /etc/network/interfaces mit einem Editor wie nano und fügen für unsere IPv6-Adresse einen weiteren iface-Block ein.

iface ens3 inet6 static address 2001:db8:0:4::2 netmask 64 gateway 2a05:bec0:20::1 autoconf 0

Als nächstes müssen wir die Route zum Gateway legen. Dazu öffnen wir die /etc/rc.local mit einem Editor wie nano und fügen, über der Zeile exit 0, folgende Zeilen ein:

ip -6 route add 2a05:bec0:20::1/48 dev ens3 ip -6 route add default via 2a05:bec0:20::1 dev ens3

Damit die Änderungen aktiv werden, müssen wir den CloudServer jetzt noch neustarten:

reboot

Fazit

Der CloudServer ist jetzt unter der IPv6-Adresse erreichbar.

PING 2a05:bec0:20:3::2(2a05:bec0:20:3::2) 56 data bytes 64 bytes from 2001:db8:0:4::2: icmp_seq=1 ttl=64 time=0.287 ms 64 bytes from 2001:db8:0:4::2: icmp_seq=2 ttl=64 time=0.348 ms 64 bytes from 2001:db8:0:4::2: icmp_seq=3 ttl=64 time=0.347 ms